Ich bin dann mal weg,

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Gespeichert von setupechse am 4. Juli 2008 - 12:53

das Buch von Hape Kerkeling hatte mich neugierig gemacht. Schon vor Jahren habe ich mich, für den Jakobsweg interessiert ohne so richtig zu wissen wo und warum man den Weg gehen sollte. Es soll landschaftlich sehr schön sein. Aber als Protestant habe ich dort eigentlich nichts verloren und außerdem würde ich für diese Strecke nie so viele Tage Urlaub zusammen bekommen. Also war die Sache schnell wieder vergessen. Deshalb wollte ich diesen Weg jetzt an der Seite von Hape Kerkeling gehen ohne vom Sofa aufstehen zu müssen. Letzen Sonntag habe ich mir dann das Buch auf dem Kölner Bahnhof gekauft und am gleichen Abend mit dem Lesen begonnen. Und es tat gut, ich fand keine verklärte Einleitung, keine schwülstige Predigt über Moral und was man tun sollte, nur ehrliche Fragen zu wer bin ich und wer ist Gott. Das sind auch meine Fragen und oft bin ich mit den Antworten, die er auf seiner Reise findet, einverstanden. Es kommt mir vor, als hätte er das Buch für mich geschrieben. Je näher er an Santiago de Compostela heran kommt, desto weniger Seiten sind noch zu lesen, logisch. Und es macht sich bei mir, wie bei den Wanderern im Buch, eine Ahnung breit, dass eigentlich nur der Weg wichtig ist, nicht das Ankommen. Ankommen heisst auch immer Ende und das kommt im Buch viel zu schnell. Hape sollte nie wieder einen Schritt gehen ohne darüber zu schreiben. Die Fotos könnten auch von mir sein. ;-) Ich bin sicher das übt er noch.

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